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Frauen fordern Löhne und Renten, die zum Leben reichen!

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Frauen fordern Löhne und Renten, die zum Leben reichen!

Gender Pay Gap bei 21 Prozent, Gender Pension Gap bei 57 Prozent
Am Samstag, den 18. März 2017, ist wieder Equal Pay Day! Michele Paccione, Fotolia.com Am Samstag, den 18. März 2017, ist wieder Equal Pay Day!

Der aktuelle Gender Pay Gap liegt bei 21 Prozent, der Gender Pension Gap sogar bei 57 Prozent! (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 17. März 2017)

Immer noch klafft zwischen den Gehältern von Frauen und Männern eine Lücke von rund 21 Prozent. Sie wächst sich bei Rentnerinnen und Rentnern im Alter auf eine Lücke von rund 57 Prozent aus (der sogenannte "Gender Pension Gap").

„Das ist ein Skandal und muss sich ändern“, fordert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger anlässlich des Equal Pay Days am 18. März 2017.

„Wir brauchen mehr Geschlechtergerechtigkeit. Es ist einfach absurd, dass Frauen im Jahr 2017 auf dem Arbeitsmarkt immer noch schlechtere Bedingungen haben als Männer. Wichtige Dienstleistungsberufe, in denen vor allem Frauen beschäftigt sind, wie etwa im Handel, in der Pflege sowie in Erziehung und Bildung, müssen endlich aufgewertet werden!

Um die Einkommenssituation grundsätzlich zu verbessern, ist außerdem eine höhere Tarifbindung unerlässlich. Allgemeinverbindliche Tarifverträge sind ein wichtiges Instrument gegen Altersarmut!

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

Wir brauchen existenzsichernde, gleiche Einkommen für gleichwertige Arbeit, bessere Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen und müssen prekäre Arbeitsformen wie Minijobs oder unfreiwillige Teilzeit, die vielfach Frauen treffen, zurückdrängen!“

Viele Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger und sind auf niedrigeren Stufen der Karriereleiter als ihre männlichen Kollegen.

Und zugleich leisten Frauen im Schnitt jeden Tag rund anderthalb Stunden mehr sogenannte unbezahlte Sorgearbeit (Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen) als Männer. 

„Das hat gravierende Auswirkungen sowohl auf die eigenständige Existenzsicherung als auch auf eine Absicherung im Alter. Altersarmut hat ein Gesicht und das ist weiblich. Die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern entwickelt sich im Erwerbsverlauf zu einem erschreckenden Ausmaß von rund 57 Prozent.

Wir brauchen nicht nur einen Kurswechsel auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch in der Rentenpolitik. Das gesetzliche Rentenniveau muss stabilisiert und langfristig erhöht werden.

Außerdem muss die rentenrechtliche Absicherung bei der Pflege deutlich verbessert werden und für die Erziehung aller Kinder unabhängig vom Geburtsjahr gelten. Diese wertvollen Leistungen für die Allgemeinheit müssen aus Steuermitteln finanziert werden“, fordert Nutzenberger.

Deswegen: Geht mit uns zum heutigen Equal Pay Day, am 18. März 2017, auf die Straßen – hier geht's zum bundesweiten Aktionskalender!

Bereits gestern waren zahlreiche Frauenverbände und Organisationen zu Kundgebungen und Aktionen am Brandenburger Tor in Berlin, mehr dazu vom DGB: