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Bangladesch: Inhaftierte Aktive und Beschäftigte freilassen!

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Bangladesch: Inhaftierte Aktive und Beschäftigte freilassen!

UNI Global Union ruft alle Mitgliedsorganisationen zu Gegenmaßnahmen und Aktionen auf
Soli-Aktion für inhaftierte Gewerkschaftsaktive in Bangladesch ver.di im Handel Delegierte des Bundesfachbereichs Handel tragen ihren Protest in die Botschaft von Bangladesch.

In Bangladesch wurden mindestens 26 Menschen wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten inhaftiert. Die UNI Global Union fordert alle Mitgliedsorganisationen weltweit dringend dazu auf, möglichst umgehend Maßnahmen zu ergreifen und die Freilassung dieser Personen zu fordern.

Die meisten von ihnen wurden verhaftet, weil sie Ende 2016 gestreikt hatten. Die Regierung von Bangladesch nutzt den Streik, um hart gegen die Gewerkschaftsbewegung vorzugehen, und um andere Gewerkschafter zu verhaften, die nicht am Streik teilgenommen haben. Viele verstecken sich aus Furcht vor Verhaftung, außerdem wurden Gewerkschaftsbüros geschlossen.

Wir müssen uns wehren, uns in Bangladesch für die verhafteten Personen einsetzen und die grundlegenden Gewerkschaftsrechte verteidigen! Gemeinsam mit UNI und IGB koordiniert IndustriALL eine Kampagne für die sofortige Freilassung der Gewerkschaftsaktiven und für das Ende der Unterdrückung von Gewerkschaften.

Ihr habt viele Möglichkeiten, dabei mitzuhelfen und euch zu beteiligen:

  • Führt in eurem Land eine Aktion bei einer Botschaft oder einem Konsulat von Bangladesch durch und schickt Bilder und Videos dieser Aktion an communications@uniglobalunion.org. In einigen Städten sind die Vorbereitungen zum Besuch von Botschaften schon angelaufen. Wenn ihr Interesse habt, an solch einem Besuch teilzunehmen oder selbst einen zu organisieren, wendet euch bitte an tom.myers@uniglobalunion.org . Er ist bei der Kontaktaufnahme mit anderen interessierten Gewerkschaften in eurer Region gerne behilflich.
  • Unten findet ihr ein Protestscheiben zum Download, dieses schickt ihr entweder an die Botschaft oder an die Regierung von Bangladesch (nur in Englisch). Fügt den Text in eure Briefvorlage und im ersten Satz den Namen eurer Gewerkschaft ein, unterschreibt den Brief und sendet ihn an die am Anfang des Schreibens aufgelisteten E-Mail-Adressen.
  • Schickt das Protestschreiben an eure Regierung und ruft sie dazu auf, von der Regierung in Bangladesch die Freilassung der verhafteten Gewerkschaftsaktien und die Achtung der Arbeitnehmerrechte zu fordern.
  • Macht Fotos mit dem beigefügten Solidaritätszeichen, postet sie mit dem Hashtag #EveryDayCounts und sendet sie an communications@uniglobalunion.org

Die UNI Global Union bitte euch eindringlich um eure Solidarität: Steht an der Seite der Gewerkschaftsaktiven in Bangladesch! Jeder Tag zählt, also handelt JETZT!

Die Regierung von Bangladesch reagiert sehr empfindlich, wenn es um ihren Ruf in der weltweiten Öffentlichkeit geht, denn die Wirtschaft des Landes ist in starkem Maße vom Bekleidungsexport abhängig. Wir können also sicher sein, dass unsere geballten Aktionen große Wirkung zeigen – helft mit und seid dabei!

Hier findet ihr das Protestschreiben auf englisch und dazu ein Infoblatt auf deutsch mit weiteren Fakten und Hintergrundinfos:

 

Eine Delegation des ver.di-Bundesfachbereichs Handel hat der Botschaft von Bangladesch in Berlin bereits letzte Woche einen Besuch abgestattet, ihren Protest deutlich gemacht und einen Freilassungsaufruf an die Ministerin übergeben. Hier einige Impressionen zur Aktion: