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Solidarität mit Textilarbeiterinnen in Bangladesch

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Solidarität mit Textilarbeiterinnen in Bangladesch

Streiks und Proteste für höhere Löhne werden mit Repression beantwortet!
ver.di ruft zur Solidarität mit den Textilarbeiterinnen in Bangladesch auf! vepar5, Shutterstock.com Solidarität mit Bangladesch

Beschäftigte der Textilproduktion in Banglasdesch protestieren und streiken für höhere Löhne – Arbeitgeber antworten mit Entlassungen und Inhaftierungen. ver.di setzt sich für die sofortige Freilassung und ein Ende der Repressionen ein! (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 24.01.2017)

Ende Dezember hatten in Ashulia, in der Nähe der Hauptstadt Dhaka, Streiks und Proteste mit zunächst etwa 20.000 Arbeiterinnen für höhere Löhne begonnen. Der Mindestlohn liegt in Bangladesch bei derzeit etwa 65 Euro im Monat. Die Arbeiterinnen fordern eine Verdreifachung dieses Lohns.

Unternehmen sowie staatliche Behörden reagierten auf die Proteste mit massiven Einschüchterungsversuchen: Rund 200.000 Beschäftigte wurden ausgesperrt, die Polizei feuerte Gummigeschosse auf Protestierende und nahm Beschäftigte und Gewerkschaftsvertretungen fest. Insgesamt sollen rund 3.500 Textilarbeiterinnen entlassen worden sein.

"Die im Zuge der Streiks entlassenen Arbeiterinnen, es sind vor allem Frauen, müssen wieder eingestellt und inhaftierte Gewerkschafter freigelassen werden. Die Repression muss aufhören!"

Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand

"ver.di solidarisiert sich mit den Streiks und Forderungen der Bekleidungsarbeiterinnen in Ashulia nach einer Erhöhung des Mindestlohns", erklärt Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Bundesvorstand der ver.di, zum andauernden Streik der Textilarbeiterinnen in Bangladesch.

ver.di sieht auch internationale Bekleidungsunternehmen wie H&M, Zara oder GAP in der Verantwortung, die in bestreikten Firmen produzieren lassen. Einige Unternehmen haben zwar die Regierung zum Dialog aufgefordert, aber auch sie profitieren von niedrigen Löhnen und niedrigen Einkaufspreisen. Die Wahrnehmung sozialer Verantwortung konnte so bis heute nicht wirklich umgesetzt werden.

Dafür braucht es auch starke Gewerkschaften. ver.di arbeitet seit Jahren im ExChains-Netzwerk mit Gewerkschaften aus Indien, Bangladesch und Sri Lanka zusammen.

"Durch die Zusammenarbeit wollen wir den Aufbau von Gewerkschaften entlang der Zulieferkette stärken. Wir werden weiterhin die Unternehmen auffordern, Verantwortung zu übernehmen und wir werden uns für den Schutz aktiver Gewerkschafter einsetzen", so Nutzenberger. Zuletzt hatte ver.di im Oktober 2016 mit einer Delegation mehrere Länder in der Region besucht.

Zeigt euch solidarisch!

ver.di unterstützt eine Online-Petition, die die internationalen Gewerkschaftsdachverbände IndustriAll Global Union, UNI Global Union sowie das Informationsportal LabourStart geschaltet haben, um die sofortige Freilassung der inhaftierten Gewerkschaftsaktiven und ein Ende der Repression gegen die Textilarbeiterinnen zu erreichen.

Ihr könnt mithelfen, seid dabei: Hier geht's zur Petition!

Die vollständige Pressemitteilung der ver.di vom 24.01.2017 und zugehörige redaktionelle Hinweise findet ihr auf der ver.di Hauptseite.