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1. Mai – sei dabei!

Thema Gewerkschaftspolitik

1. Mai – sei dabei!

Warum gehen wir am 1. Mai auf die Straße? Hier unser Überblick zum Tag der Arbeit.
1. Mai Demo 2018 ver.di Jugend Gewerkschaftsjugend bei der Demo am 1. Mai 2018

Der 1. Mai ist in zahlreichen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, an dem Beschäftigte auf öffentlichen Plätzen und Straßen für ihre Forderungen demonstrieren. Wie es dazu kam und warum es an diesem Tag nach wie vor wichtig ist, sich an Aktionen und Demonstrationen zu beteiligen – alle Infos hier im Überblick.

Weltweit gilt der 1. Mai als „Tag der Arbeit“. Der Ursprung dieses Feiertages geht auf die amerikanische Arbeiterbewegung zurück, die im Jahr 1886 erstmals massiv für die Einführung des Acht-Stunden-Tages mobilisierte. Fortan entwickelte sich dieses Datum zu einem ritualisierten Protesttag, an dem Arbeiterparteien und Gewerkschaften mit Massendemonstrationen und Arbeitsniederlegungen auf ihre Forderungen aufmerksam machten.

Einen umfassenden Überblick zur Geschichte und zum historischen Bezug des Mai-Feiertages liefert der Deutsche Gewerkschaftsbund (kurz DGB).

Unsere Mission tragen wir gerade am Maifeiertag verstärkt in die Öffentlichkeit. Unsere traditionellen Demonstrationen am 1. Mai stehen für unsere wichtigsten Forderungen: Wir wollen gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, ein ordentliches Weiterbildungsangebot und sichere Arbeitsplätze für alle. Wir fordern faire Einkommen, menschenwürdige Mindestlöhne und wir wollen bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und im Vorfeld der Europawahlen fordern wir auch ein solidarisches und gerechtes Europa. Mehr zum Themenschwerpunkt der Mai-Demonstrationen 2019 findet ihr beim DGB.

Missbrauch des Feiertages durch Nationalsozialisten
Leider ebenfalls traditionell – und zwar früher wie heute – ist die Vereinnahmung des Mai-Feiertages durch Nazis, die dieses Datum zur Verbreitung ihrer braunen Propaganda nutzen. Erstmals 1933 münzten sie den „Kampftag der Arbeiterbewegung" kurzerhand zum Nazifeiertag um und setzten am 2. Mai 1933 in einer beispiellos grausamen und landesweiten Aktion zur Zerschlagung der Gewerkschaften an.

Das Phänomen Rechtspopulismus hat sich in den letzten Jahren leider noch verstärkt und bis heute missbrauchen Neonazis den Tag der Arbeit, um gegen eine länderübergreifende Solidarität und stattdessen für die Rückbesinnung auf den eigenen Nationalstaat und die Wiedereinführung des Nationalsozialismus zu marschieren.

Umso wichtiger ist es damals wie heute, am 1. Mai Farbe zu bekennen! Auch in diesem Jahr sind leider in vielen Städten Nazi-Kundgebungen angekündigt. Einen Überblick haben wir weiter unten angefügt. 

Europa. Jetzt aber richtig! Für uns heißt das: Dem Bekenntnis, Europa sozialer zu machen, müssen jetzt auch Taten folgen.

DGB-Aufruf zum 1. Mai 2019

Wir für euch – gemeinsam stark!
Der Tag der Arbeit ist also ein ganz besonderer Tag für Gewerkschaften. Und die ver.di Jugend ist eine der wichtigsten deutschen Instanzen und Anlaufstellen für alle Themen rund um Ausbildung und Berufseinstieg. Als Teil der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di organisieren wir bundesweit über 100.000 Auszubildende, junge Beschäftigte, Erwerbslose, Schülerinnen, Schüler und Studierende.

Und das ist gut so, denn jedes neue Mitglied verstärkt nicht nur unsere politische Schlagkraft, sondern erhöht auch unsere Durchsetzungsfähigkeit in Tarifrunden. Und natürlich haben unsere Mitglieder auch persönlich und ganz konkret etwas davon – zum Beispiel eine kostenlose Mietrechts- und Lohnsteuerberatung, ein breites Weiterbildungsangebot oder im Ernstfall auch unseren Rechtsschutz.

Engagiert für gute Arbeit und gegen Nazis!
Der Tag der Arbeit ist und bleibt für uns alle ein Tag des Widerstands gegen Ausbeutung und Unterdrückung – für Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wie für Arbeitende, Erwerbslose, Studierende, Schülerinnen und Schüler.

Und natürlich stellen wir uns am 1. Mai auch ganz entschieden dem braunen Mob entgegen und kämpfen gegen die Vereinnahmung dieses Feiertages durch Nazis. Gegen stumpfsinnige Propagandaparolen und rückwärtsgewandten Rechtspopulismus! Für Frieden, Gerechtigkeit und internationale Solidarität!

Genau dafür brauchen wir eure Verstärkung: je mehr, desto besser! – „Alles klar, ich bin dabei! Was geht in meiner Stadt?“ – Zu den geplanten Aktivitäten am 1. Mai wissen eure Leute vor Ort am besten Bescheid. Hier findet ihr die ver.di Jugend in eurer Region.

Seid aktiv, zeigt Gesicht und beteiligt euch an unseren Aktionen:

Kommt am 1. Mai auf die Straßen und setzt mit uns zusammen ein Zeichen!

Denn je mehr wir sind, desto stärker ist unsere Gestaltungsmacht!


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – gemeinsam für gute Ausbildung und Arbeit!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Unvollständiger Überblick zu rechten Kundgebungen und Aufmärschen:

Berlin: AfD will ein Maifest veranstalten; Treffpunkt Gegenproteste: 9:00 Uhr S-Bahnhof Gesundbrunnen

Chemnitz: AfD will eine Kundgebung abhalten; Treffpunkt Gegenproteste: 8:30 Uhr am Karl-Marx-Monument

Dresden: NPD will marschieren; Treffpunkt Gegenproteste: 10:00 Uhr am Bischoffsplatz 6

Duisburg: Die Partei „Die Rechte“ mobilisiert auf die Straße; Treffpunkt Gegenproteste: 12:00 Uhr auf der Düsseldorferstraße/Ecke Fischerstraße in Duisburg-Wanheimerort

Erfurt: Zentrale AfD-Kundgebung; Treffpunkt Gegenproteste: 9:00 Uhr im Hirschgarten an der Staatskanzlei

Frankfurt a. Main: Militante Neonazis der Freien Kameradschaften wollen marschieren; Treffpunkt Gegenproteste: 9:30 Uhr am Willy-Brandt-Platz

Plauen: Der Nationasozialistische, völkische und faschistische III. Weg will marschieren; Treffpunkt Gegenproteste: 10:00 Uhr am oberen Bahnhof

Mehr Infos von eurer ver.di Jugend in unserer Blogübersicht