Informieren

Europa, das sind wir!

Thema Jugendpolitik

Europa, das sind wir!

Vor der Europawahl mobilisieren wir gegen rechte Parolen und engagieren uns für ein solidarisches Europa.
Foto Collage Europa REHvolution.de, Photocase.de Europa, das sind wir! Stoppt die ewig Gestrigen, denn es geht um unsere Zukunft!

Wenn wir heute den Fernseher oder das Radio einschalten, dröhnt uns auf vielen Kanälen die sogenannte „Euro-Skepsis“entgegen. Brexit hier, Leave dort. Immer wieder werden Stimmen laut, die meinen, sie wären ohne Europa besser dran.  

Aber wer träumt hier eigentlich von was?

Wenn wir genauer hinhören, fällt schnell eines auf – den Traum vom starken Nationalstaat und vom Ende der Europäischen Union träumen vor allem alte Leute.

Für die Jugend ist Europa keine Glaubensfrage. Wir sind mit Europa und dem Euro groß geworden. Seit wir alt genug sind, bereisen und erkunden wir Europa. Wir waren in den Tapas-Bars von Barcelona, haben in Paris den Eiffelturm besucht und sind in Warschau am Flussufer gesessen. Wir haben überall Menschen getroffen, die uns geholfen haben und die unsere Freunde wurden.

Wenn also vor der Europawahl die Stimmen der Rechten lauter werden, treten wir ihnen entschieden entgegen: Stoppt die ewig Gestrigen und hört auf uns – die Jugend – , denn es geht um unsere Zukunft!

Keine Schönrederei

Dass wir für Europa einstehen, heißt nicht, dass wir mit allem zufrieden sind. Dieses Europa ist noch nicht das Europa, das wir wollen.

Die Ungleichheit nimmt zu. Es gibt zu wenige sichere, gut bezahlte Jobs. Die Globalisierung nutzt den Konzernen und nicht den Menschen. Die EU hat es bisher noch nicht geschafft, überzeugend mit dem Klimawandel umzugehen. Die Militarisierung der Außengrenzen Europas und die Kriminalisierung von ziviler Seenotrettung sind völlig falsche Antworten auf Krieg und Verfolgung.

Die Lösung dazu darf aber nicht „weniger“ oder „kein Europa“ sein – unsere Antwort lautet: Wir brauchen ein sozialeres und gerechteres Europa. Ein Europa, das sich endlich um alle kümmert. Ein Europa, das die Schere zwischen Arm und Reich schließt, statt sie immer weiter aufgehen zu lassen.

Europa richtig machen

Was heißt richtig? Richtig heißt: Europa muss sozialer und solidarischer werden. Für Arbeitgeber stehen die Interessen der Wirtschaft im Mittelpunkt – für uns der Mensch. Daher brauchen wir Mindestsicherungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Solange die Löhne in Europa so extrem unterschiedlich sind, werden Beschäftigte gegeneinander ausgespielt:

  • in Bulgarien liegt der Mindestlohn bei 1,72 Euro;
  • in Polen sind es 3,05 Euro;
  • in Deutschland haben wir 9,19 Euro Mindestlohn
  • und in Luxemburg sind es 11,97 Euro.

Es ist Zeit für europäische Mindestlohn-Regeln!

Wir fordern einen Mindestlohn von mindestens 60 Prozent des Medianlohns des jeweiligen Landes. Das würde also fast überall zu einer Erhöhung des nationalen Mindestlohns führen – und gleichzeitig die nationalen Lebenshaltungskosten berücksichtigen. 

Wenn wir am 26. Mai wählen gehen, stimmen wir für ein Europa der Menschenrechte. Sei dabei mit deiner Stimme – für ein soziales, solidarisches und gerechtes Europa!

Für Wahlen gilt übrigens dasselbe wie für ver.di: Je mehr wir sind, desto größer wird unser Einfluss und unsere Gestaltungsmacht!


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – gemeinsam für gute Ausbildung und Arbeit!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Mehr Infos von eurer ver.di Jugend in unserer Blogübersicht