ver.di Jugend

Betriebliche Interessenvertretung

Interessen vertreten

Betriebliche Interessenvertretung

Eine Interessenvertretung im Betrieb, also eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) oder ein Betriebs- bzw. Personalrat, sind unverzichtbarer Bestandteil einer (Wirtschafts-) Demokratie, verbessern die Ausbildungsqualität und die Chancen auf Übernahme. Dadurch steigern sie außerdem die Zufriedenheit der Auszubildenden, wie der neueste Ausbildungsreport 2012 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt.

Bei der Zusammenarbeit mit betrieblichen Interessenvertretungen ist es der ver.di Jugend wichtig, diese nicht zu bevormunden, sondern ihnen den Rücken zu stärken. Damit sie sich konsequent für die Bedürfnisse und Belange von Auszubildenden und jungen Beschäftigten engagieren können, wollen wir Interessenvertretungen fit machen. Durch Seminare, Netzwerktreffen, Konferenzen und persönliche Beratung. Ebenso durch bundesweite Beratung und Unterstützung bei Wahlen und Wahlkampagnen betrieblicher Interessenvertretungen sowie durch die Stärkung des Wahlrechts.

Beteiligung macht stark
Gewerkschaft und betriebliche Interessenvertretung gehören für uns zusammen – mit denselben Zielen von besseren Arbeitsbedingungen, fairer Vergütung und demokratischer Teilhabe in den Betrieben und Dienststellen. Gerade ver.di mit dem Know-how einer politischen Großorganisation, über zwei Millionen Mitgliedern und tausenden haupt- und ehrenamtlichen Branchenexperten_innen sowie Arbeitsrechtsspezialisten_innen bietet den Interessenvertretungen vor Ort ein gutes Netzwerk und eine Menge Kompetenz für ihre Arbeit.

Im Sinne der ver.di-Philosophie geht es vor allem um eine beteiligungsorientierte Interessenvertretungsarbeit. Das beinhaltet einen engen Draht zu Auszubildenden und jungen Beschäftigten, die breite Diskussion rund um gemeinsame Forderungen und eine gemeinsame Konflikt- und Durchsetzungsstrategie. Denn betriebliche Interessenvertretung und ver.di Jugend können nur so stark sein, wie die Unterstützung und Beteiligung der Auszubildenden und jungen Beschäftigten selbst.

Den Weg ebnen für effektive Interessenvertretung im Betrieb
Die ver.di Jugend macht sich außerdem stark für den Erhalt und die Ausweitung der Schutzvorschriften für betriebliche Interessenvertretungen. Ohne diese Schutzvorschriften würden Arbeitgeber alle unliebsamen Mitglieder betrieblicher Interessenvertretungen einfach kündigen oder sie nach der Ausbildung nicht übernehmen.

Alle Schutzvorschriften haben daher eines gemeinsam: Sie sollen den engagierten Einsatz für die Interessen der Auszubildenden und jungen Beschäftigten ermöglichen. Die Vorschriften schützen also nicht nur die Interessenvertreter_innen selbst, sondern kommen allen im Betrieb bzw. in der Dienststelle zugute.

Das gilt auch für kirchliche Einrichtungen. Hier fordert deshalb die ver.di Jugend als Grundlage die volle Anwendung des Betriebsverfassungsgesetzes, wie sie in privaten Betrieben üblich ist. Das bedeutet: Wo Kirchen als Arbeitgeber handeln, sollen statt der einschränkenden kirchlichen Mitarbeitervertretungsregelungen die stärkeren Beteiligungs- und Durchsetzungsrechte des Betriebsverfassungsgesetzes gelten. Das stärkt den Einfluss der Auszubildenden und jungen Beschäftigten auf die Gestaltung ihrer Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie die Zutritts- und Informationsrechte der Gewerkschaften.

Des Weiteren setzt sich die ver.di Jugend für den Übergang möglichst vieler Jugend- und Auszubildendenvertreter_innen in Personalrats- bzw. Betriebsratsgremien ein. Die Diskussion rund um den Fachkräftenachwuchs hat schließlich längst auch die betrieblichen Interessenvertretungen erreicht.