ver.di Jugend

Leiharbeit abschaffen – Kampfkraft stärken

Interessen vertreten

Leiharbeit abschaffen – Kampfkraft stärken

Die ver.di Jugend steht dafür ein, Leiharbeit für Unternehmen mittelfristig finanziell unattraktiv zu machen und langfristig abzuschaffen. Dabei engagieren wir uns besonders für folgende Aspekte:

Gleiches Geld für gleiche Arbeit
"Equal Pay" und "Equal Treatment" werden Standard ab dem ersten Tag des ersten Einsatzes und ohne tarifliche Abweichungsmöglichkeiten, dazu gibt es eine Flexibilitätszulage von zehn Prozent. Darüber hinaus muss ein gesetzlicher Mindestlohn von derzeit mindestens 10,00 Euro gelten, um auch in "verleih-freien" Zeiten ein ausreichendes Einkommen zu sichern.

Mitbestimmung für betriebliche Interessenvertretungen
Die derzeit unwirksamen Mitbestimmungsrechte betrieblicher Interessenvertretungen im Bezug auf die Ausgestaltung von Leiharbeitsverhältnissen sind zu ändern. Beschäftigte müssen voll durch die jeweilige betriebliche Interessenvertretung ihrer Leiharbeitsfirma vertreten werden.

Maximaler Einsatz von sechs Wochen
Nach maximal sechs Wochen muss das Leiharbeits- in ein reguläres Arbeitsverhältnis umgewandelt werden.

Einbezug bei Schwellenwerten
Bei allen Schwellenwerten des BetrVG, des KSchG, des DrittelBG und des MitbestG sind Leiharbeitskräfte einzubeziehen bzw. zu berücksichtigen. Konzerninterne Leiharbeit muss verboten sein.

Maximalgrößen festlegen
Bezogen auf die Anzahl der Stammbeschäftigten dürfen nur maximal zehn Prozent Leiharbeitskräfte beschäftigt werden.

Anpassung an EU-Recht
Das deutsche Recht muss an die Bestimmungen der EU-Richtlinie angepasst werden, um den Schutz der Beschäftigten zu gewährleisten – insbesondere bei tariflichen Abweichungen vom Gleichbehandlungsgrundsatz.